Bevor Apostel Schulz auf das Bibelwort aus Lukas 19; 36-37 (Als er nun hinzog, breiteten sie ihre Kleider auf den Weg. Und als er schon nahe am Abhang des Ölbergs war, fing die ganze Menge der Jünger an, mit Freuden Gott zu loben mit lauter Stimme über alle Taten, die sie gesehen hatten.) einging, nahm er Bezug auf das nach dem Textwort verklungene Chorlied "Die auf den Herrn harren" und die darin enthaltene Zusage, dass denen neue Kraft zuteil wird, die auf Gott ausgerichtet sind. Dieses Gefühl des göttlichen Naheseins und der Geborgenheit in Gott soll in einem jeden Gottesdienst bewirkt werden. Das Bild des damaligen Palmsonntags war eine jubelnde Menschenmenge, die Jesus den Weg bereitete indem sie ihre Kleider auf den Boden legte, über den Jesus auf dem Eselfüllen ritt. Wie können wir Gott heute Ehre geben, um ihm den Weg zu bereiten? Indem wir ihm unsere Gaben schenken! Denn die in der Bibel gewählte Formulierung: "Der Herr bedarf seiner", kann auch in die heutige Zeit übertragen werden. Der Herr bedarf unserer Mithilfe und Bereitschaft, sich in seinen Dienst zu stellen.
Priester Volker Deterding ging in seinem letzten Mitdienen auf die kurze Zeitspanne zwischen Palmsonntag und Karfreitag ein. Nur 5 Tage lagen zwischen dem Zujubeln und der Kreuzigung Jesu. Von dieser Entwicklung waren auch die Jünger enttäuscht, blieben aber nicht dabei stehen, überwanden diese Enttäuschung und setzten ihre Gaben und Talente zum Bau des Werkes Gottes ein. So soll auch manche Enttäuschung uns nicht davon abhalten, weiter zu Wachsen und zur Vollendung zu kommen.
Nach dem Unser Vater und der Sündenvergebung war der Zeitpunkt der Versieglung von Mahnaz, Sahar und Elia gekommen. Der Apostel spürte, wieviel Gutes und Liebenswürdiges von den Dreien ausging und freute sich mit der Gemeinde über den Zuwachs durch solche tollen Menschen. Nach der Feier des Heiligen Abendmahls stand die Ruhesetzung von Priester Volker Deterding und Diakon Stefan Meyer an, die 1987 auch gemeinsam in das Unterdiakonen-Amt gesetzt wurden. Beiden wurde vom Apostel für ihre unterschiedliche Arbeit gedankt, die sie jahrzehntelang geleistet haben.
Um die dadurch entstandene Lücke zu schließen wurde direkt im Anschluss unsere Priesterin Antje Hueck als neue Gemeindevorsteherin beauftragt. Dabei bestätigte der Apostel, dass Antje Hueck von Gott für diese Aufgabe erbeten worden sei und widmete ihrer Vorstehertätigkeit den 103. Psalm.
Als letzte Handlung fand die Ordination unserer Schwester Rebecca Post zur Diakonin statt. Danach wurde der Gottesdienst durch Gebet und Segen beendet.
Das Ende des Gottesdienstes war für die meisten Anwesenden noch kein Grund, den Heimweg anzutreten, denn natürlich war für alle von fleißigen Händen noch Speis und Trank vorbereitet worden. Im Gemeinschaftsraum der Kirche fand dann auch die Übergabe der Geschenke und Blumen an die frischgebackenen Ruheständler statt, die beide persönlich verfasste Zeilen vorgetragen und überreicht bekamen.
Auch das Wetter spielte mit und so kam es drinnen und draußen noch zu vielen schönen Begegnungen bis hinein in die Nachmittagsstunden.
Neuapostolische Kirche